Chandalas, eine der crenen Bev Benennungen für den Teil der eingeborenen Bevölkerung von Vorderindien, welcher, außerhalb des Instituts der Kasteneinteilung lebend, entweder durch Vermischung der drei höhern, sog. zweimal⸗ oder wiedergeborenen Kasten von Manu unter sich, oder mit der zwar keiner dieser Kasten, aber den dem altind. Staatswesen angehörenden Sudras, oder aber von Abstammlingen von nicht arischen Urbewohnern entstanden ist. Auch wird das Wort Chandala, im Sanskrit Kan'dala, obgleich es dieser Sprache ursprünglich nicht angehört, von einigen von dem von Ptolemäus erwähnten Volksstamme der Kadalot abgeleitet, welcher neben den Billa, ohεre bei Ptolemäus an der Tapti lebte. hur allgemeinen bedeutet das Wort C. Leute, die für unrein gehalten werden und verachtete Beschäftigungen treiben. Mit den Parias (s. d.) sind die C. wesentlich keineswegs identisch, werden aber häufig mit ihnen vermengt. Chandernagor, Tschandarnagar, franz. Stadt und Handelsniederlassung im Distrikte Hugli der indo-brit. Präsidentschaft Bengalen, 27 km oberhalb Kalkutta in anmutiger Gegend auf dem daselbst hohen rechten Ufer des Hugli gelegen. In gutem und selbst großartigem Stil erbaut, zeigt C. egenwärtig allenthalben zunehmende Spuren des Verfalls. Nirgends herrscht Leben und Treiben, mißt, sind unter K aufzusuchen. und herfuhr der schön angelegte Quai als die zu ihm hinführenden geraden, breiten, gut gepflasterten Straßen sind menschenleer. In der Nähe dieser franz. Stadt befindet sich die von Hindu bewohnte sog. Schwarze, mit einigen Tempeln und zu dem Hugli hinabführenden Treppen, Ghats. Das zu C. gehörende Territorium beträgt nur 9,4 qkm, die Gesamtbevölkerung (1877) 22539, von denen 231 Europäer und 73 gemischten Blutes. Unter dem franz. Gouverneur von Pondichéry stehend, befinden sich zu C. vier Beamte für die Verwaltung, Jurisdiktion und Polizei, ein Arzt, ein Geistlicher sowie zwei Offiziere der Landmacht. Die franz. eiederlassung zu C. bestand schon 1700 und erreichte bis 1757, wo sie den ngländern in die Hände fiel, ihre höchste Blte. Im J. 1763 an Frankreich zurückgegeben, wurde sie 1793 aufs neue von den Engländern eingenommen und bis 1816 in Besitz udler R