Chasot (Isaae Frangois Egmond de), preuß Militär, geb. 18. Febr. 1716 zu Caen in der Nor mandie, trat in franz. Militärdienst, war 1734 In fanterielieutenant, flüchtete jedoch während de Rheinfeldzugs, um der Bestrafung wegen eine Zweikampfes zu entgehen, zum Prinzen Eugen vor Savoyen, wo ihn der preuß. Kronprinz und nach malige König Friedrich II. kennen lernte und nac —— und Rheinsberg mit sich nahm. Bald nae der Thronbesteigung Gebr. 1741) wurde C. al Commandeur des Feldjägerkorps angestellt und ir Mai desselben Jahres als Kapitän zum Regimer Bayreuth-Dragoner versetzt. An der Spitze vo fünf Schwadronen dieses Regiments erwarb C. bo Hohenfriedberg 1745 den Orden pour le mérite nahm 1752 den Abschied und wurde 1759 Stad kommandant von Lübeck, wo er 24. Aug. 179 als Generallieutenant starb. — Louis Augu Friedrich Adolf, Graf von C., Sohn des vor gen, geb. 10. Okt. 1763 zu Lübeck, war einer der Hauptförderer der gegen die Nddeulichiand. h gerichteten Bestrebungen in 9 orddeutschland, hatte unächst in der preuß. Kavallerie gedient, dann den bschied genommen, wurde 1804 als Flügeladjutant des Königs wieder angestellt und war 1809 Kommandant von Berlin, als Schill sein Regiment aus Berlin fortführte. C. wurde infolge dieses Ereignisses verabschiedet, trat 1812 in russ. Dienste, wurde mit der Organisation der Russisch-Deutschen Legion betraut, starb jedoch 11 18. Jan. 1813 zu Pleskow am Peipussee. Vgl. K. von Schlözer, (Chasote (Berl. 1856); von Quistorp, Die Russisch-Deutsche Legiono (Berl. 1860).