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GeschichteBrockhaus 1882

Courbidre(Guillaume René, Baron del Homme de), preuß. Feldmarschall, durch seine ruhmvolle Verteidigung der Festung Graudenz bekannt, wurde 23. Febr. 1733 zu Mastricht in Holland geboren. Er stammte aus einer infolge des Edikts von Nantes aus dem Dauphiné vertriebenen Familie, sein Vater war Major in holländ. Diensten. Schon 1747 nahm er an der Verteidigung der Festung Bergenop-Zoom teil, trat 1756 als Ingenieurkapitän in Ireern Dienste, zeichnete sich 1758 bei der ersten Beagerung von Schweidnitz aus und erhielt 1759 als Major ein Freibataillon. Mit demselben zeichnete er sich im Okt. 1759W bei der Verteidigung von Belanenun gegen die Russen, sowie 1760 bei der elagerung von Dresden, bei dem Entsatz von Kol-Gelh bei Liegnitz und Torgau sowie bei andern Gelegenheiten vorteilhaft aus. Nur Cis Freibataillon ließ Friedrich II. nach dem Hubertusburger Frieden fortbestehen. C. war dann namentlich bei der Bildung der Füsiliere thätig, wurde 1780 Generalmajor und 1787 Generallieutenant. Im Kriege gegen das republikanische Frankreich führte er die preuß. Garden, nahm 1792 Verdun, entschied 1793 die Schlacht bei Pirmasenz, befehligte 1794 ein Korps unter Möllendorf, wurde 1797 General der Dise Reit und 1798 Gouverneur von Graudenz. Diese Festung behauptete er 1807, obwohl sie vom 22. Jan. bis zum 12. Dez. blockiert wurde und die Besatzung größtenteils unzuverlässig war, standhaft und tapfer, gab in trüber Zeit ein Beispielechten Soldatensinns und erhielt dem Könige beim Friedensschluß dadurch fast ganz Westpreußen. C. wurde hierauf Feldmarschall und Generalgouverneur von Westpreußen, blieb jedoch in Graudenz und starb dort 25. Juli 1811.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 642Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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