Chiarini (Giuseppe), ital. Dichter, geb. 5. Aug. 1833 zu Arezzo, wurde 1860 Sekretär im Unterrichtsministerium und ist seit 1867 Inspektor des Lyceums in Livorno. C. begann seine schriftstellerische Thätigkeit als Publizist, indem er in Turin die Rivista italianao und nach übersiedelung der Regierung nach Florenz daselbst das Ateneo Italianop redigierte. Er gab Leopardis «Operette moralih (2 Bde., Livorno 1869—70) und die Legenda e vita di San Guglielmo d'Oringay (Livorno 1870) heraus und übersetzte aus dem Deutschen außer vielen kleinern Gedichten Heines «Atta Trollo (2. Aufl., Bologna 1879). Von selbständigen Arbeiten C.s sind zu nennen: Poesiep (Livorno 1874), «In Memoriamo (zwei Gesänge, Imola 1875), „Elogio di Pio IXy (Brescia 1878), eritici italiani e la metrica delle Odi barbare (eine Verteidigung Carduccis, Bologna 1879), Modeste armonia d'una cetra cristiana (Brescia 1879), Lacrymaer (Bologna 1879; 2. Aufl. 1880).