FeedChiguon (frz.)
Sitten & ModeBrockhaus 1882

Chiguon (frz.), eigentlich Genick, Nacken, dann das in einen beutelähnlichen Wulst zusammengeschlungene und auf dem Scheitel durch einen Kamm befestigte Haar des Hinterkopfes. Diese Haartracht, schon bei den alten Griechen vorkommend, kehrt namentlich in der neuern Zeit häufig wieder. Sie wurde bei der gepuderten Frisur der Frauen im 18. Jahrh. fast allgemein angewendet, gehört noch heute zu vielen weiblichen Nationaltrachten und war auch neuerdings wiederum von Peris aus eine Zeit lang raht dert in die Mode gekommen. In der Regel besteht der C. zum größten Teil aus falschen Haaren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 258Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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