Chrysen CIs HI2,ein Kohlenwasserstoff der Reihe Benzol, Naphthalin, Anthracen, C., findet sich unter den am höchsten siedenden Produkten der Teerdestillation und geht zuletzt, nachdem das Anthracen abdestilliert ist, als gelbe zähe, fast pulverige Masse über. Die Masse wird durch Auskochen mit Ather, dann durch Umkrystallisieren aus Eisessig von fremden Stoffen befreit. Unlöslich in fast allen Lösungsmitteln, löst sich C. bei Siedhitze in schwerem Steinkohlenteeröl, in Eisessig und Terpentinöl, woraus es beim Erkalten sich in gelben Krystallschuppen abscheidet. Die gelbe Färbung ist jedoch nicht dem C. eigen, sondern wird durch einen fremden, ihm hartnäckig anhängenden Körper bedingt. Es schmilzt zwischen 240 und 250 und kocht beim Siedepunkt des Euchron Versetzt man seine Lösung in Eisessig mit Chromsäure, so wird es in Chrysochinon Cys HI0 O2 verwandelt, welches beim Verdünnen der Flüssigkeit mit Wasser als orangeroter Niederschlag efällt wird und nach dem Lösen in siedendem Alkob6l in gelbroten Prismen krystallisiert.