Cicei (Maria Luigia), ital. Dichterin, geh. 14. Nov. 1760 zu Pisa, war Mitglied der arkadischen Zweiggesellschaft in Pisa sowie der Intronati in Siena und starb 8. März 1794. Ein Bändchen ihrer Gedichte, dem eine Lobrede auf ihr Leben von Anguillesi vorangestellt ist, gab ihr Bruder nach ihrem Tode (Parma 1796) heraus. Cioer L., Pflanzengattung aus der Familie der Leguminosen, deren wenige in den Umgebungen des Mittelländischen Meers und in Asien heimische Arten eine blasenförmige, dünnhäutige, zweisamige Hülse, einzeln in den Blattwinkeln auf langen Stielen befindliche Blüten und unpaarig (.aulett-Blätter haben. Die bekannteste Art ist C. arietinum L., die Kichererbse, auch Kicherling, Kicher- und Kaffee-Erbse genannt, eine einjährige, in Südeuropa und im Orient auf Feldern als Unkraut wild vorkommende Pflanze, welche über und über mit klebrigen, scharf sauer schmeckenden Haaren bedeckt ist, blaßgelbe Blumen hervorbringt und wegen ihrer zuckererbsengroßen, nahrhaften und gekocht angenehm schmeckenden Samen in vielen Gegenden, besonders aber in Spanien, dort im größten Maßstabe, kultiviert wird. Der saure Geschmack der Haare rührt von Oxalsäure her, die Samen erinnern ihrer Form nach an einen Widderkopf. Sie sind reich an Kleber und Stärkemehl und werden wie Erbsen zubereitet. Sie bilden in Spanien, wo sie Garbanzos heißen, das tägliche Gericht der niedern und mittlern, zum Teil Helbse der höhern Volksklassen. Auch in ganz Nordafrika bis Agypten wird die Pflanze kultiviert. Sie verlangt zu ihrem Gedeihen anhaltende Wärme und einen warmen, kalkhaltigen Boden, weshalb sie sich für den Süden Europas sehr eignet. Man kennt Abarten mit violetten Blumen und schwarzen Samen, lilafarbenen oder weißen Blumen und gelben Samen. In Deutschland gedeiht die schwarzsamige Varietät am besten.