Clarke (Edward Daniel), Reisender und Schriftsteller, geb. zu Willington in Essex 5. Juni 1769, studierte seit 1785 in Cambridge und bereiste 1790 Wales, Irland und das westl. England, zwei Jahre darauf als Begleiter eines jungen Edelmanns Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Italien und olland, 1797 Schottland, die Hochlande und die Hebriden bis St.⸗Kilda und ging 1799 nach Dänemark, von wo er Norwegen, Schweden, Lappland, Finland, Rußland, das Land der Donischen Kosaken und das am Kuban, die Tatarei, die Krim und Konstantinopel besuchte. Nachher Eng er nach dem Orient, durchwanderte Kleinasien, Syrien, Agypten und Griechenland und kehrte erst 1802 nach England zurück. C. hielt 1807 in Cambridge Vorlesungen über Mineralogie und wurde dann Professor dieser Wissenschaft daselbst. Seine chem. Versuche führten ihn auf die Erfindung des Glaslötrohrs. Nachdem er vorher Thrazien und Macedonien besucht, veranlaßten ihn seine mineralog. Studien, denen er sich seit 1812 ganz widmete, zu einer Reise durch die Bulgarei und Walachei nach Ungarn. Der Bibliothek in ⁰HF* deren Vorstand er 1817 wurde, schenkte er viele auf seinen Reisen gedercleut Marmor, besonders die kolossale Statue er eleusinischen Ceres, über welche er 1803 eine Abandlung schrieb. Auch verdankt ihm England den esitz des merkwürdigen Sarkophags mit der Inschrift in drei Sprachen, den er fälschlich für das Grabmal Alexanders erklärte (The tomb of Alexander, a dissertation on the sarcophagus brought from Alexandria, and now in the British Museumo9, Lond. 1805). Eine vollständige Ausgabe seiner mit großem Beifall aufgenommenen „Travels in various countries of Europe, Asia and Africas erschien in 11 Bänden (Lond. 1816— 24). Seine griech. und orient. Manuskripte, unter denen der berühmte von C. auf der Insel Patmos entdeckte Codex des Plato sich befindet, kaufte die Universität Orford. C. starb 9. März 1822.