Cohen (Emil), namhafter Mineralog und Geolog, geb. 12. Okt. 1842 zu Aakjaer unweit Horsens in Jütland, besuchte das Gymnasium in Altona, die Universitäten zu Berlin und Heidelberg, wo er 1867 Assistent am mineralog. berche wurde und sich 1871 habilitierte, bei welcher Gelegenheit er eine ausgezeichnete Schrift über die zur Dyas gehörigen Gesteine des südl. Odenwaldes verfaßte, 10 8 namentlich über die mikroskopische Struktur der Felsitporphyre sehr viele wichtige Beobachtungen enthält. Vom April 1872 bis Okt. 1873 führte er eine Reise nach Südafrika aus, welche ihn nach den Diamantfeldern, den Goldfeldern in Transvaal und nach der Ostküste zwischen Lydenburg und Delagoa-Bai führte; aus letzterer Gegend veröffentlichte er eine Routenskizze und ein geolog. Profil. Im Jan. 1878 wurde C. nach Straßburg berufen als außerord. Professor für Petrographie, Direktor des petrograph. Instituts und geschäftsführendes Mitglied der Kommission für geolog. Landesuntersuchung von Elsaß-Lothringen. C. hat sich namentlich um die Kenntnis der mikroskopischen Struktur und Zusammensetzung der Felsarten verdient gemacht; unter vielen kleinern Abhandlungen sei nur diejenige über die basischen Glaslaven des Australischen Archipels hervorgehoben. Mit Benecke zusammen veröffentlichte er die „Geognost. Beschreibung der Umgegend von Heidelbergo(3Hefte, Straßb. 1879—81). Von großer Bedeutung ist die von ihm dien zur Berat „(Sammlung von Mikrophotographien zur Veranschaulichung der mikrofkopischen Struktur von Mineralien und Gesteineno (Stuttg. 1881 fg.), das erste Unternehmen dieser Art, welches dem Studium außerordentlich nützlich und in Auswahl und Ausführung tadellos ist.