FeedCoca
ErdkundeBrockhaus 1882

Coca, span. Stadt in Altcastilien, Provinz Segovia, Distrikt Sta. Maria la Real, am Zusammenflusse des Voltoya und der Eresma, die mittels der Adaja zum Duero geht, hat 780 E. In der Kirche befinden sich schöne Marmorgräber. Die Ruinen eines Schlosses stammen aus dem 15. Jahrh.; in demselben hat Prinz Philipp Wilhelm von Oranien 28 Jahre gefangen gesessen. ocagna, ein früher in Neapel jährlich an den vier letzten Sonntagen des Karnevals veranstaltetes Volksfest; die Hauptbelustigung dabei bestand darin, daß ein pyramidenförmiges Gerüst, dessen Seiten mit Fett beschmiert waren, erklettert wurde, um die auf den Spitzen des Gerüstes aufgehängten Eßwaren zu erlangen. Das Fest trug den Charakter der bei Thronbesteigungen und Geburtstagen gebräuchlichen Congiarien der röm. Kaiserzeit, an welchen Ol, Wein, Salz später Fleisch und Kleider, besonders aber bares Geld unter das Volk verteilt wurden. Daher Pays de Cocagne, Schlaraffenland.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 471Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 3

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6