Colman (George), engl. Lustspieldichter, geb. 28. April 1733 in Florenz, wo sein Vater engl. Resident war, studierte die Rechte, wandte sich aber bald ausschließlich der Dichtkunst zu. Gleich sein erstes Lustspiel Polly Honeycombo (1760) fand Beifall, noch mehr aber gefiel KThe jealous wifer, welches 1761 zuerst aufgeführt wurde und auf Fieldings Tom Jones„ gegründet ist. Er übernahm 1768 die Direktion des Coventgarden-Theaters und 1777 die des Haymarket-Theaters. Gegen Ende seines Lebens ward er wahnsinnig und starb 14. Aug. 1794 im Irrenhause. Man hat von ihm 26 Theaterstücke, darunter die Clandestine marriagev, die er in Gemeinschaft mit Garrick schrieb; ferner eine Übersetzung der Ars poetica des Horaz mit einem Kommentar und eine metrische übersetzung des Terenz (Lond. 1765). Seine Dramatic workso erschienen 1777 (4 Bde.), seine «Miscellaneous workso 1787 (3 Bde.). — George C., der Jüngere, Sohn des vorigen, geb. 21. Okt. 1762, besuchte die Westminsterschule und die Universitäten Orford und Aberdeen. Sein erstes Theaterstück, „The female dramatisto, eine Posse mit Gesang fiel durch. Bessern Erfolg hatte ein zweiter Versuch Two to one o (1784). Als Leiter des Haymarket-Theaters an Stelle seines erkrankten Vaters schrieb der jüngere C. für diese Bühne eine Reihe von Stücken, welche fast durchgängig mit Beifall aufenommen wurden und sich zum Teil auf dem engl. Repertoire erhalten haben. Hierher gehören: das Lustspiel Ways and means v (1788); das Drama The iron chesto (1796), nach Godwins Caleb Williams bearbeitet; The heir at lawo (1797); die Oper Bluebeardo (1798), wozu Kelly die Musik komponierte; die trefflichen Lustspiele The poor gentlemano (1802) und John Bulb (1805); ferner (The Africanso (1808); The law of Javav (1822) u. a. Außerdem schrieb C. poetische Burlesken und Memoiren seines Lebens, welche er unter dem Titel (Random recollections (Lond. 1830) herausgab. Er starb in London 26. Okt. 1836.