Corvin-Wiersbitzki (Otto Julius at. Wolt von), deutscher Schriftsteller und demokrat. Politiker, geb. 12. Okt. 1812 in Gumbinnen, wurde auf den Kadettenschulen in Potsdam und Berlin erzogen und wurde 1830 Lieutenant. Nachdem er 1835 seinen Abschied genommen, ließ er sich zunächst in 3.18481 a. M., 1840 in Leipzig nieder. Im J. 1848 nahm er an dem Aufstande Herweghs in Baden teil, und war dann an der Redaction der (Lokomotivey in Berlin tahrte bis er im Mai 1849 ausgewiesen wurde. Er kehrte hierauf nach Baden zurück, und war Chef des revolutionären Generalstabes in Rastatt bis zur übergabe der Festung. Im September wurde er standrechtlich zum Tode verurteilt, aber zu sechsjähriger Einzelhaft begnadigt, die er in Bruchsal abbüßte. Hierauf ging er 1855 nach London und 1861 als Korrespondent der augsburger Allgemeinen Zeitungo auf den nordamerik. Kriegsschauplatz, 1867 aber als Korrespondent der New Vork Timeso nach Berlin. Im Deutsch-Französischen Kriege 1870 —71 war er Spezialkorrespondent der „(Neuen Freien Pressev. C. ließ sich 1874 zu Werthheim und später in Leipzig nieder. Von seinen Schriften sind zu nennen: Abriß der Geschichte der Niederlande bis auf Philipp II. (Lpz.1841), «Illustrierte Weltgeschichted (4 Bde., Lpz. 1844—51; 2. Aufl., Lpz. u. Berl. 1880 fg.), „Historische Denkmale des christl. Fanatismusd (2 Bde., Lpz. 1845; 5. Aufl. unter dem Titel «Pfaffenspiegelo, Stuttg. 1871), Erinnerungen aus meinem Lebeno (4 Bde., Amsterd. 1861; 3. Aufl., Lpz. 1880), 4Goldene nißt, sind unter K aufzusuchen. Legender (Bern 1875), 418481871, Geschichte der Neuzeit v — 1882 fg.). Ezin