Costa (Paolo), ital. Schriftsteller, geb. 13. Juni 1771 zu Ravenna, besuchte das dortige Kollegium, studierte in Padua, war dann Lehrer zu Treviso, Bologna und Korfu und starb 21. Dez. 1836. Seine erste Schrift 4Osservazioni critiches (Bologna 1807) war gegen Montis Bardo della Selva nerap gerichtet. Sein Traktat Dell' elocuzionev (Forli 1818) wurde in den Schulen Italiens eingeführt. Durch seine Erklärung der Divina Commediay zuerst Bologna 1819, später mehr als 30mal wieder gedruckt und von Brunone Bianchi umgearbeitet) machte er Dantes Werk der ital. Jugend zugänglicher. Hierauf unternahm er mit Franc. Orioli und Franc. Cardinali die Revision des großen Wörterbuchs der Crusca (1819 —28). Er war ein ausgezeichneter Prosaist, wie er dies namentlich durch das logio del conte Giul. Perticaris (1823), durch die Novelle Demetrio di Modonev (Vened. 1825), zu der er den Stoff aus dem „Gil Blasd entnahm, und durch seine philos. Schriften bewies. Dahin gehört vor allem sein Discorso sulle sintesi e sull' analisio. In einer andern Schrift wendete er sich gegen den Mesmerismus; auch schrieb er gegen Lamennais. Ferner übersetzte er mit Giov. Macchetti den Anakreon, die „Batrachomyomachier und Schillers Don Carloso. Seine Kömödie La donna ingegnosa (Bologna 1825) und die Tragödie La Properzia de' Aossiy (Bologna1828) sind verfehlt. Seine Werke erschienen gesammelt zu Bologna (1825) und zu Florenz (2 Bde., 1829—30; 4 Bde. 1839). Biographien C.s lieferten Giov. Franc. Rambelli (Bologna 1837) und Mordani (Forli 1840).