Cöte-d' Or, ein östl. Departement Frankreichs, aus dem Nordostteile der alten Provinz Burgund gebildet und von den Departements Aube und Ober-Marne im N., Ober-Saöne und Jura im O., Saöne-Loire im S. und Nievre nebst Vonne im W. begrenzt, zählt auf 8761,16 dEm (1881) 380 548 E. (gegen 377663 im J. 1876 Zunahme 0,s Proz.). Der Boden gehört in der westl. Hälfte einer wellenförmigen Platte an, welche allmählich zu den höhern Bergrändern des Ostens ansteigt und hier dem südl., erzreichen Teile des Plateau von Langres und dem nördl. Teile der C. angehört. Der höchste Gipfel des Departements ist der 723 m hohe Mont de Gien im Morvacgebirge, der höchste des Cöte-d Or-Gebirges der 636 m hohe Mont du Bois de Janson, der höchste in den Auxoisbergen der 418 m hohe Mont-Auxois. Durch die zwischen den Auxoisbergen und dem Plateau von Langres bis auf 424 m eingesenkte Lücke führt der Kanal von Burgund oder von C., der, 242 km lang, die Hauptwasserscheide Frankreichs überschreitend, die Saöne mit dem Armancon, also Rhöne und Seine verbindet. Die Saöne bespült den Osten des Departements, die Seine entspringt im Norden, und der Armancon bewässert den Südwesten. Begünstigt durch ein sehr mildes und gesundes Klima, gehört das Departement zu einem der fruchtbarsten ganz Frankreichs; die Ebenen sind mit reichen Getreidefluren und mit vielen Kartoffel⸗ und Runkelrübenfeldern, die Thäler und Anhöhen mit kräftigen Wiesen, die Bergrücken mit grünenden Waldbäumen und die Berggelände mit Fruchtbäumen und namentlich mit Weingärten in solcher Menge besetzt (. Burgunderweine), daß ihrem Segen das Departement seinen Namen (Goldhügel) verdankt. Die Pflege dieser Naturschätze bildet eine Hauptbeschäftigung der Einwohner, neben Vieh⸗, besonders Schafzucht, gewinnreichem Bergbau auf Eisen und sehr ergiebigen Steinbrüchen, reger Industrie, besonders auch in Hohöfen, Hüttenwerken, Blechhämmern, Eisen⸗ und Stahlwaren, außerdem in Fabrikation von Essig, Senf, Branntwein aus Träbern und Korn, Fayence und andern Topfwaren, in Ziegelbrennerei, Tuch⸗, Papier⸗ und Lederfabrikation und sehr belebtem Handel, der durch die bei Dijon konzentrierten natürlichen und künstlichen Kommunikationen vorteilhaft unterstützt wird. Im J. 1873 gewann das Departement auf seinen 26500 ha Weinland (2500 ha für die Ausfuhr, 24000 ha für den Verbrauch im Lande) 1287000 hl Wein zum Gesamtwert von 43 Mill. Frs. Der Getreidebau nimmt 300 000 ha ein, Wald und Busch 250000 ha. Das Departement hat zur Hauptstadt Dijon und zerfällt in die 4 Arrondissements Dijon, Beaune, Chätillon-sur-Seine und Semur, in 36 Kantone und 717 Gemeinden. Vgl. Souhart und Neunreiter, Notice descriptive et statistique sur le département de la Côte d'Oro (Par. 1880).