Domuns oder Donus ist der Name von zwei Päpsten. D. I., ein Römer von Geburt, regierte 676—678, unterwarf das abtrünnige Erzbistum Ravenna wieder dem röm. Stuhl und verschönerte mehrere Kirchen Roms. — D. II. soll 974 Papst gewesen sein, da aber feststeht, daß zwischen Benedikt VI. und Bonifacius VII. kein Papst regierte, so ist die Annahme wahrscheinlich, daß sein Name nur irrtümlich aus dem Titel Domnus Papa in das Verzeichnis der Päpste gekommen ist. Domo d'Ossöla, Hauptstadt des gleichnamigen Kreises der ital. Provinz Novara, 278 müber dem Meere, im Eschenthale oder Val d'Ossola, an der Simplonstraße auf dem rechten Ufer der südwärts in den Lago-Maggiore fließenden Tosa oder Toce, über welche hier eine lange Brücke führt, zählt (1881) 3577 E. Der Ort, von echt ital. Gepräge, hat in seinem ältern Teile enge, winkelige Straßen, im neuern dagegen breite, geräumige Straßen und Plätze; viele Häuser besitzen Arkaden. Den lohnendsten Anblick auf das weite fruchtbare Thal und die Stadt gewähren die 3½ km nördlich von D. gelegene Brücke von Crevola, über welche die Simplonstraße aus der Felsschlucht der Diveria in das Hauptthal heraustritt, und 1 Em südwestlich der Stadt der Calvarienberg, welcher bis zum Gipfel mit kleinen Kapellen besetzt ist und einst die Burg Matarello trug. D. ist ein treffliches Standquartier für Ausflüge in die angrenzenden, an großartigen Naturschönheiten reichen Thäler. Das Eschenthal, in seinem obern Teile auch Val Formazza, im mittlern Val Antigorio genannt, war im 15. Jahrh. streitig zwischen Mailand und den Schweizern, welche es 1416 eroberten und 1425 die Stadt unter Peter Rysig von Schwyz tapfer verteidigten. Es fiel 1515 an Mailand, 1735 mit dem Gebiete von Novara an Piemont. Dömös (spr. Dömösch), Dorf im ungar. Komitat Gran mit 1100 E., hat eine ungemein reizende Lage zwischen grünenden Bergkuppen und Wäldern an der Donau. Auf einer beträchtlichen Bergspitze (Arpäshegy, d. i. Gerstenberg) erhob sich einst die Propstei (später Abtei) D., ein Lieblingsaufenthalt des ungar. Königs Bela I. (1061-62); dessen Enkel, Herzog Almos, stiftete daselbst die Propstei für zwölf Chorherren und begabte dieselbe reichlich. In diese Propstei wurde dann unter König Koloman (1095—1114) Herzog Almos und i 780 Bela (später als Bela II. oder «der Blindev König von Ungarn) Aiaenen gesetzt und beiden auf königl. dte ugen ausgestochen. Später verfiel die Propstei und wurde unter König Sigismund (13871437) in eine Abtei umgestaltet; Sigismund ließ die Mönche vom rhielt liveto n kommen. Aber das Kloster erhielt sich nicht ange. Der Gubernator Johann Hunyady (1444 —52) stellte die Propstei in ihrem alten Glanze wieder her. Dieselbe erhielt sich bis zum Einbruch der Türken, welche sie zerstörten. Jetzt zeugen nur wenige Ruinen auf dem Arpäshegy und der fortgeführte Propsttitel von der einstigen Existenz des reichdotierten Chorherrenstifts. Die Güter des Stifts kamen an das graner Domkapitel.