FeedCyperngräser
PflanzenreichBrockhaus 1882

Cyperngräser, s. Cyperaceen. Cypẽrus Dobenchnlendun Linnesche Gattung aus der nach ihr benannten Familie der Cyperaceen (s. d.). Ihre sehr zahlreichen, fast über die ganze Erde verbreiteten, jedoch vorzüglich zwischen den Wendekreisen wachsenden Arten zeichnen sich vor den meisten übrigen Cyperaceen durch zweizeilige, meist vielblütige, zusammengedrückte Aurchen aus, welche in zusammengesetzte, von langen Scheidenblättern umgebene Trugdolden, selten in kopfförmige Büschel am Ende des dreikantigen Halms gestellt sind. In Deutschland finden sich wildwachsend nur wenige Cyperngräser (noch am häufigsten C. flavescens L. und fuscus L., zwei kleine, einjährige Gräser). Dagegen wird hier und da, besonders in den Rheingegenden, eine ausländische Art kultiviert, nämlich C. esculentus L., welche im südl. Europa und Nordafrika wild wächst, und in Agypten, Italien, Spanien, Portugal und dem südl. Frankreich in ziemlicher Ausdehnung angebaut wird. Die Wurzel dieser Pflanze treibt Ausläufer, an deren Ende sich mehlige Knollen in der Größe von Haselnüssen entwickeln, welche Erdmandeln genannt werden. Dieselben schmecken süß, werden wie Mandeln zum Nachtisch genossen, auch zu Mandelmilch und Kaffeesurrogat benutzt. Neuerdings kommen sie als Ölfrucht in den Handel und werden besonders von Spanien und Portugal aus nach Holland romms 10 Sie enthalten ziemlich viel (nach Berzelius 16 Proz. der Knollen) fettes Gl; dasselbe ist leicht verseifbar.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 740Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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