FeedCotoneaster
PflanzenreichBrockhaus 1882

Cotoneaster nannte Medikus eine Pflanzengattung aus der Familie der Rosaceen. Mien vorzüglich in Asien und Europa wachsenden Arten sind Sträucher oder kleine Bäume, ihre Blüten stehen doldentraubig gruppiert an den Seiten der Zweige, die beerenartigen Früchte enthalten zwei bis drei Steinkerne. In Deutschland kommen wild nur zwei Arten vor, C. vulgaris Lindl., die Berg- oder Steinmispel, ein Strauch von 60 — 130 em Höhe, mit ovalen, oberseits kahlen, grünen, unterseits weißgrau-filzigen Blättern, rötlichweißen Blumen und scharlachroten Früchten, welcher an sonnigen, felsigen Orten hier und da, namentlich auf Kalk, in Mittel⸗ und Süddeutschland wächst, und C. tomentosa Lindl., seltener und nur in Süddeutschland auf Kalkboden zu finden, von der vorhergehenden Art durch auch oberseits behaarte Blätter unterschieden. Beide Arten sowie mehrere ausländische (z. B. C. nigra Waulb. mit schwarzen Früchten) werden als Ziersträucher kultiviert. Die Früchte haben einen i faden Geschmack.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 633Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Pflanzenreich 6