Cyzikus (grch. Kyzikos), griech. Stadt an der Südseite der Propontis (des Marmarameers) auf dem schmalen Isthmus, welcher die jetzt Kapudagh, von den Alten Arktonesos genannte Halbinsel mit dem Festlande verbindet. Nach der Sage sollen schon in mythischer Zeit thessalische Pelasger sich hier angesiedelt haben. Die histor. Stadt wurde wahrscheinlich bald nach dem Beginn des 7. Jahrh. v. Chr. von den Milesiern gegründet und teilte die Schicksale ihrer Mutterstadt und der übrigen griech. Städte Kleinasiens bis um das J. 365 v. Chr., wo die Bürer die pers. Besatzung, die damals in der Stadt ag, vertrieben und durch stärke Befestigung ihrer Stadt die Wahrung ihrer Selbständigkeit ermöglichten. Seitdem behauptete die Stadt, welche sich die Insel Prokonnesos und andere benachbarte Gebietsstrecken unterwarf, ihre Unabhängigkeit und Reichun bald zu bedeutender Macht und großem eichtum. Nachdem sie 74 v. Chr. einen Angriff des Königs Mithradates von Pontus zurückgeschla-Die miecht erhielt sie von den Römern den Titel und die Rechte einer freien Stadt (civitas libera), die sie unter Kaiser Tiberius wieder verlor; doch blieb sie eine reiche Handelsstadt bis 443 n. Chr., wo die Hälfte der Stadt durch ein Erdbeben zusammen-Heblten Was von Denkmälern des Altertums übriggeblieben war, wurde teils bei der Eroberung der Stadt durch die Araber um 675 n. Chr., teils durch ein neues Erdbeben 1063 vernichtet. Vgl. J. Marquardt, 4«C. und sein Gebieto (Berl. 1836). Cz. . „slaw. Worte, die man hier vermißt, sind unter Tsch. . . aufzusuchen.