Czech leigentlich Cech, Svatoplul), einer der bedeutendsten czechischen Dichter der Gegenwart, geb. zißt, sind unter Tsch aufzusuchen. 21. Febr. 1846 zu Ostiedek bei Beneschau, besuchte das Neustädter Gymnasium zu Prag, studierte daselbst die Rechtswissenschaften und betreibt dort abwechselnd mit redactioneller Thätigkeit und Reisen die jurist. Praxis. Schon während der Studienzeit begann er Gedichte zu schreiben, insbesondere eichnet er sich im Epos aus. Seine hervorragendsten Arbeiten dieser Artsind:«Snovér (Die Träumev, (1882) u. a., die meist zuerst in Zeitschriften, dann gesammelt herausgegeben wurden in birka beitens, Prag 1874) und Novã 2zbirka etc.v (Neue Sammlung u. s. w.v, Prag 1879; 2. Aufl. 1882); letztere empfing den ersten Preis der Czermak-Stiftung für vorzügliche Dichtungen. Daneben verfaßte C. Erzählungen, Arabesken, Humoresken, gesammelt unter dem Titel «Povidky, arabesky a humoreskyy (Bd. 1—3, 1878 81; daraus deutsch: Unter Büchern und Menschen; Erzählung, übersetzt von F. Bauerv, Lpz. 1882). Nach einer frühern einjährigen Redaction des Svötozorv redigierte C. 1873—76 die litterarische Zeitschrift Lumiry und ist seit 1879 Mitredacteur der illustrierten Monatsschrift Kvötyy. Im J. 1874 bereiste er das südl. Rußland, die Krim und den Kaukasus (Reiseskizzen im Lumiro), 1882 Dänemark und Deutschland.