FeedCzerny (Karl)
MusikBrockhaus 1882

Czerny (Karl), deutscher Komponist und Pianist, geb. 21. Febr. 1791 zu Wien, wo sein Vater, Wenzel C., seit 1785 als Musiklehrer lebte, erhielt von diesem den ersten und einzigen Unterricht im Klavierspielen, während er sich in der Komposition autodidaktisch bildete. Im Alter von 9 J. trat er bereits öffentlich als Klavierspieler auf, und mit 14 J. begann er Unterricht zu geben, sodaß er nach und nach sich zu einem der gesuchtesten Pianofortelehrer Wiens emporschwang. Auch in Kompositionen versuchte er sich Dar frühzeitig; doch erschienen seine ersten Sachen (Variationen für Klavier und Violine und ein vierhändiges Rondo) erst 1819 im Druck. Die Stücke C.s gefielen und zogen eine lange Reihe anderer nach sich, sodaß im ganzen über 1000 . und kleinere Werke von ihm publiziert wuren, ungerechnet zahlreicher Arrangements von Opern, Orchester-und Kammermusiksachen u. s. w. Auch veröffentlichte er einige theoretische Werke, eine übersetzung von Reichas voluminösem Traité de compositiono, eine große Klavierschuleund einen „Umriß der Musikgeschichte u. s. w. Außerdem sind noch von ihm vorhanden an 400 handschriftliche Opera, bestehend in Kirchensachen verschiedener Art, Konzerten und Symphonien, Quartetten und Quintetten, Gesangstücken u. s. w. Bei der Menge seiner Werke ist die verhältnismäßige Gediegenheit mißt, sind unter Tsch aufzusuchen. derselben bewundernswert. Alles, was aus seiner Feder kam, war stil⸗ und formgewandt. Von seinen instruktiven Sachen haben manche, Werd denen von Cramer, Anspruch auf bleibendern Wert, B. Die Schule der Geläufigkeity, „Die Kunst der Fingerfertigkeite u. s. w. C. starb zu Wien 15. Juli 1857. Schriftsteller, s. Ts ½½ Skij

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 757Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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