Czumitsch (Aeim), serb. Staatsmann, geb. 1. Mai 1836 zu Treschnjewitza, im serb. Kreise Kra-Rebre studierte in Heidelberg und Paris die echte. Nachdem er in sein Vaterland Gumnastunt war, wurde er Professor am belgrader Gymnasium, dann Professor des Kriminalrechts an der belgrader Hochschule, mußte aber 1870 seiner freisinnigen Bestrebungen wegen den Staatsdienst verlassen. Nach der Dimission Ristitschs wurde C. im Kabinett Marinowitschs Minister des Innern 22. Okt. 1873, dann Ministerpräsident 25. Nov. 1874, aber schon nach zwei Monaten trat er zurück, da er keine ½½ Majorität in der Skupschtina hatte. Im April 1875 ward er 1 Mitglied des Kassationshofs ernannt, in welcher Stellung er bis zu seiner im Nov. 1877 erfolgten Verhaftung verblieb. Des Hochverrats angeklagt und vor das Kriegsgericht gestellt, ward er zum Tode verurteilt, aber vom Fürsten Milan zu siebenjähriger Kerkerstrafe begnadigt. Nach dem Sturze Ristitschs 19. Okt. 1880 freigelassen, erhielt C. seitdem verschiedene Missionen übertragen. So ging er im Frühjahr 1882 als Anwalt der serb. Regierung in der Angelegenheit Bontoux (s. d.) nach Paris. ů