FeedDachfenster
BaukunstBrockhaus 1882

Dachfenster dienen zur Beleuchtung und Ventilation des Dachraums. Sie befinden sich auf der Dachfläche selbst, während der gleiche Zweck unter Umständen auch durch, an den Giebeln oder in der Versenkungsmauer angebrachte Öffnungen erreicht werden kann. Man unterscheidet im allgemeinen stehende und liegende D. Die stehenden D. Benur vertikale Fensterfläche, dergleichen seitliche egrenzungen (Backen) und stehen entweder unmittelbar auf der Umfassungsmauer über dem Hauptsims, in welchem Falle sie steinerne Gewände und Backenmauern erhalten können, oder sie befinden sich mitten in der — —— und sind dann von Holz, Eisen oder Zink mit Schalung und Dachung überdeckt. Man gibt ihnen eine dem Stil des Gebäudes sich anpassende Form und eine nach den Stockwerksfenstern 110 richtende oder symmetrische Einteilung oder Stellung. In Bezug auf ihre Form unterscheidet man die (ietzt nicht mehr üblichen) Schwalbenschwänze, Froschmäuler oder Fledermäuse; die runden oder ovalen Ochsenaugen (Sils de bœuf), Dacherker, Dachnasen u. s. w. Die lieenden D. haben eine mit der Dachneigung zuammenfallende oder wenig abweichende Fenster-Ziuru sind gewöhnlich aus eisernem Rahmen oder ink mit vorstehendem Rande und dergleichen Flügel ebildet, welcher nach außen aufwärts geklappt Glappfenster und durch Stellbügel festgestellt werden kann. Sie werden mit starkem Glase (Hagelglas) verglast und stören, da sie von der Straße aus nicht oder nur wenig sichtbar, das Aussehen des Gebäudes nicht. Zur Beleuchtung kleiner untereordneter Dachräume begnügt man sich mit gläsernen Dachziegeln oder in die Schiefer gedeckten

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 764Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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