Dachschiefer nennt man die reinsten, sehr vollkommen⸗ und ebenschieferigen Varietäten des Thonschiefers, welche sich infolge dessen leicht spalten, behauen und dann zum Dachdecken benutzen lassen. Dieselben kommen als Einlagerungen in der Thyllit⸗, Silur⸗ und Devonformation (Rüdesheim, St. Goar a. Rh., Goslar, Lehesten und Gräfenthal in Thüringen), seltener in jüngern Formationen vor (Glarus). Die Schieferungs⸗ und Spaltungsrichtung folgt meist nicht der Schichtung, sondern schneidet quer durch dieselbe. (S. unter Falsche Schieferung und Schiefer.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 766Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei