Dachspäne (Dachspließen) sind dünne gespaltene Brettchen aus Kiefernholz, welche bei Ziegeldächern unter die Fugen der aneinanderstoßenden eDachziegel (Flachziegel) gelegt werden, um namentlich bei einfacher Dachung (s. Dachziegelh) eine größere Dichtheit des Dachs zu erzielen. Diesem 10 + n. ist jedoch die Eindeckung mit Kalkugen vorzuziehen, da die Späne leicht zusammentrocknen und herabrutschen, außerdem aber bei ausbrechendem Feuer vom Winde mit fortgeführt und 5Jleicht feuergefährlich werden können. ö „namigen Gruppe der österr. Kalkalpen, erhebt sich 55 km südöstlich von Salzburg an der Grenze von Oberösterreich, Salzburg und Steiermark zu 2996m über dem Meere. Die Dachsteingruppe, welche ein Areal von etwa 800 qkm umfaßt, wird im N. „durch das Thal des Rußbachs, den Paß Gschütt 971 m, das Gosauthal, den Hallstattersee und die obere Traun, im S. durch das Ensthal begrenzt; westlich wird sie vom Tännengebirge durch den Paß am Schwaighof 969 m und das Lammerthal geschieden. Die östl. Grenzlinie wird durch die Einsenkung gebildet, welcher die Salzkammergutbahn von Aussee an der Traun bis Steinach an der Ens folgt. Die herrschenden Gesteine sind Kalksteine und Dolomite der Trias (Dachsteinkalk). Den nordwestl. Teil der Gruppe bildet das Gosau⸗ oder Stuhlgebirge mit der Bischofsmütze 2454 m und [dem Donnerkogel 2052 m, den südwestl. die Kette des Roßbrand 1768 m. Südöstlich springt der Grimming 2351m gegen die Ens, nördlich das Plateau des Koppen mit dem Zinken 1850 m und dem en die 1888 megegen die Traun vor. Der zwischen diesen Asten liegende Hauptstamm der Gruppe, das eigentliche Dachsteingebirge, die mächtigste . ung der österr. Kalkalpen, ist ein tafelförmiger Bergstock, der sich in Form eines eirca 30 km langen, 15 km breiten Rechtecks von W. nach O. zieht. Die Ränder der Tafel fallen überall steil, auf der Südseite gegen das Ensthal fast lotrecht ab. Die Oberfläche bildet eine von O. und N. nach S. und W. ansteigende Hochebene, durchsetzt von zahlreichen Kesseln und Mulden, Kämmen und Rücken. In den niedrigern Stufen, namentlich in dem als Kammergebirge bezeichneten östl. Teile, trägt das Plateau noch Alpweiden und spärliche Waldungen, in den höhern zeigt es kahlen Fels- und Schuttboden, und an der Südwestecke des Stocks, wo die höchsten Gipfel sich erheben, ist es mit Schnee und Eis bedeckt. Hier ragt hart über dem Südabsturz als Kulminationspunkt der ganzen Gruppe der Hohe D. 2996 maus dem großen Hallstattergletscher oder dem Karlseisfeld auf. Westlich von ihm beherrschen die Mitterspitze 2920 m und der Thorstein 2946 m die beiden Gosaugletscher; östlich erheben sich, durch den Schladmingergletscher voneinander getrennt, der Hohe Gjaidstein 2780 m und der Hohe Koppenkarstein 2878 m. Alle diese Gipfel, welche im Gegensatz zu den niedrigern, meist kuppenförmig abgerundeten Höhen des nördl. Plateaurandes und. zum Et schroffe und zackige Formen zeigen, sind, zum Teil auf Kletterpfaden, von Hallstadt oder dem Gosauthale aus zugänglich. Zur Erleichterung der Besteigungen hat der Deutsche und Ssterreichische Alpenverein auf der Gosauseite die Schutzhütte im Grobgestein 1640 m, auf der Hallstatterseite die Simonyhütte 2180 m errichtet, und an der ekernses des am häufigsten besuchten Hohen D. Eisenringe und Drahtseile angebracht. 16. Jahrh., trat 1524 zur Reformation uber, ward Vikar und Organist an der Thomaskirche zu Straßburg und starb daselbst gegen 1530. Er ist unter anderm Verfasser des Kirchenliedes An Wasserflüssen Babylono.