Dagobert I., Sohn des merovingischen Frankenkönigs Chlothar II., erhielt von seinem Vater 622 Austrasien, wo er unter der Leitung der dortigen Großen und besonders des Majordomus Pippin und des Bischofs Arnulf von Metz aufwuchs und regierte, bis der Tod des Vaters ihn 631 zum Herrn des ganzen Frankenreichs machte. Er starb 638. Sein Versuch, Böhmen zu unterwerfen, das sich in einem fränk. Kaufmanne Samo einen eigenen König gesetzt, war in der großen Niederlage der Franken bei Wogastisburg vereitelt worden. D. II., der letzte auf Austrasien abgeteilte Merovinger, 678691, und D. III., 715—720, waren ganz unbedeutend; in ihrer Zeit lag die Regierungsgewalt schon ganz in den Händen ihrer obersten Beamten, der Majordomus. Dagobertshausen, Dorf im Regierungsbezirk Kassel der preuß. Provinz Hessen-Nassau Kreis Melsungen, mit (1880) 290 E., geschichtlich bemerkenswert durch den Sieg des Frankenkönigs Dagobert über die Wenden 631.