Dähling (Heinr.), Historienmaler, geb. in Hannover 19. Jan. 1773, war anfangs Miniaturmaler und suchte als solcher in Berlin, wohin er sich 1794 begab, Beschäftigung. Einige gelungene Arbeiten verschafften ihm Ruf, sodaß 1811 seine Aufnahme als Mitglied der Akademie erfolgte. Bald darauf nahm er auch eine Lehrerstelle an dem Institut an und erhielt 1814 den Posten eines Professors, später eines Senatsmitgliedes. Seine ital. Reise erfolgte erst in seinen spätern Jahren. Er starb 10. Sept. 1850 zu Mänictunt D. war als religiöser, als Genre-, Miniatur- und Landschaftsmaler thätig und vertritt in seinen sehr mannigfaltigen Produkten auch sehr verschiedene Nuancen des Stils, indem seine frühern Werke, z. B. Kränzewinderinnen, die eklektisch-klassizistische Weise des Mengs zeigen, anderes sich an die Altdeutschen und an die modernen Romantiker anschließt. Eine Probe des letztern ist: der Einzug des Fürsten (berliner Nationalgalerie), der Jäger und das schlafende Mädchen u. s. w.