Diez (Wilh.), Genre⸗ und Schlachtenmaler, geb. 17. dem 1839 in H die münchener Akademie und trat zuerst mit Zeichnungen zu Illustrationen in die Offentlichkeit, deren rische und Inen e Treue fesselten. D. ist seit dieser Zeit einem Lieblingsthema, welches er mit großer Fachkenntnis umfaßt, der Darstellung kriegerischer Scenen aus dem Dreißigjährigen Kriege, treu geblieben, nachdem er zuerst Schillers “Geschichte des Dreißigjährigen Kriegeso auf solche Weise illustriert hatte. In den münchener Fliegenden Blätternꝰ, Scherrs „Germaniar und andern Illustrationswerken aht, Wn D. den ergiebigen Stoff auf stets neue Weise, immer das ku turhistorische Moment des Ganzen vorzugsweise im Auge behaltend. Seine Gemälde sind seltener, häufiger Radierungen und Aquarelle. In der berliner Nationalgalerie befindet sich sein prächtiges Bild des Picknicks. D ist seit 1871 Professor an der Akademie in iezel (Karl Emil), Jagdschriftsteller, geb. S. Dez 1779 in Irmelshausen an der Milz (Bayern), besuchte die Gymnasien in Schleusingen und Cobur und studierte in Jena und Leipzig hauptsächiich Sprach⸗ und Naturwissenschaften. Er wurde 1806 Lehrer der neuern Sprachen und Fechtkunst an dem forstlichen Privatinstitut Cottas in Zillbach und war seit 1809 an verschiedenen Orten als praktischer orstmann thätig, zuletzt 1816 —52 als Revierförster zu Kleinwallstadt. D. starh 23. Aug. 1860 in Schwebheim bei Schweinfurt. Ausgerüstet mit neter Renne klassischer Bildung und als ausgezeichneter Kenner der Jagd hat er in der Journallitteratur vorzügliche Arbeiten geliefert. Sein Hauptwerk sind die mit naturwissenschaftlichem Verständnis abgefaßten Erfahrungen aus dem Gebiete der Niederjagde (Offenbach 1849; 5. Aufl., Berl. 1880, bearbeitet von E. von dem Boschj). Diäzeugmenon betori lat. Disjunctum, das „Getrennte), eine r etorische Figur, bei der von mehrern aufeinanderfolgenden und sich entsprechenden Sätzen jeder sein eigenes Zeitwort hat; wie B.: Cäsar besiegte die Gallier, Pompesus schlug ie Hispanier. Haben derartige Sätze das Prädikat Anfezeng⸗ so bilden sie die Barörseh Figur des Intezeugmenon, z. B.: Cäsar besiegte die Gallier Pompesus die Hispanier. Landgraf von Thüringen, der ohn Albrechts des Unartigen und Margaretes, der Tochter Kaiser Friedrichs II., geb. um 1260, wurde, nachdem letztere 1270 infolge der Zuneigung ihres Gatten zu Kunigunde von Eisenberg hatte flüchten müssen, nebst seinem Bruder, Friedrich dem Gebissenen, durch seinen Oheim, Dietrich von Landsberg, von der Wartburg abgeholt und sorgsam an dessen Hofe erzogen. Mit seinem Bruder in den unaufhörlichen Kampf gegen den Vater verwickelt, gelangte er zunächst 1279 in den Besitz des Pleißnerlandes; 1288, nach Heinrichs des Erlauchten Tode, erhielt er die Markgrafschaft Lausitz und 1291, nach dem Tode Friedrich Tuttas, das Osterland. Vedatunsoran tritt er erst kurz vor seinem Tode auf,‚ als 1307 der König Albrecht mit einem bedeutenden Heere, namentlich Schwaben, Bayern und Rheinländern, in das Osterland einbrach wo es nun galt, die Selbständigkeit Meißens, Thüringens und des Osterlandes unter den angestammten Fürsten aufrecht zu erhalten. Mit seinem Bruder Friedrich zog er an der Spitze seiner Getreuen von Leipzig aus den bei Lucka %% Feinden entgegen, woes 31. Mai 1307 zur Schlacht kam, in der die Kaiserlichen unter Burggraf Friedrich von Hohenzollern die vollständigste Niederlage erlitten. Nachdem hierauf D. noch den Abt von Pegau, der die Kaiserlichen Rat, Kehrte durch Niederbrennung des Klosters Des. 130. ehrte er nach Leipzig zurück, wo er 10. Dez. 1307 starb. Nach spätern, besonders durch die altenzellischen Annalen verbürgten Berichten wurde D. während der Christmette in der der Kuche 5 ermordet. Seine Überreste wurden in der Kirche der Dominikaner zu St. Pauli beigesetzt. Ein Denkmal, in Sandstein gearbeitet von Rietschel, ließ ihm König Friedrich August von Sachsen 1841 errichten.