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ErdkundeBrockhaus 1882

Dahme, Stadt im Regierungsbezirk Potsdam der preuß. Provinz Brandenburg, Kreis Jüterbogk-Luckenwalde, 29 km von Jüterbogk, nahe der Dahmequelle, ist Sitz eines Amtsgerichts, hat eine Ackerbauschule, Landwirtschafts- und Wiesenbauschule, eine landwirtschaftliche Versuchsstation, Tuch⸗, Stiefel⸗ und Cigarrenfabrikation, und zählt (1880) 5400 E., fast sämtlich Protestanten. Zur Stadt gehören 1201 ha und 428 ha Gehölz. Der Ort wird um 1265 zuerst genannt und gehörte bis 1815 zu Kursachsen. Am 7. Sept. 1813 nahm der preuß. General Wobeser hier 6000 Franzosen gefangen. — Der Fluß Dahme entspringt auf dem niedern Fläming, fließt nach N. durch das Baruther Wiesenthal und durch Seen, umschließt die Müggelberge und mündet als Wendische Spree bei Köpnick in die Spree. Sie ist 41 Km lang vom Streganzersee an und auf dieser Strecke schiffbar, weiter oberhalb schon flößbar. Ihr geht rechts zu der aus dem Scharmützelsee kommende 23,25 Km lange Storkow-Kanal; links der aus dem Taupitzersee kommende, 15 km schiffbare Köhriss che Schiffahrtsgraben, und die aus dem Mallensee kommende, 21,84km lange kanalisierte Notte, welche im N. von Baruth entspringt, 1856—65 reguliert worden ist und über Mittenwalde und Königs-Wusterhausen fließt. Vermittelst der D. soll der Elbe-Spree-Kanal hergestellt werden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 775Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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