Dämpfer nennt man Vorrichtungen, welche dazu dienen, um die Schwingungen von Magnetstäben oder Magnetnadeln 4Schwinn oder ganz zu unterdrücken, sodaß die in Schwingung geratenen Magnetstäbe neue Ruhelagen schnell annehmen, wodurch die Beobachtung nicht nur sehr erleichtert, sondern auch viel sicherer wird. Die Hemmung oder Erfolgen d jener Schwingungen kann mechanisch erfolgen durch den Widerstand, welchen die Luft oder Flüssigkeiten einer mitschwingenden Fahne entgegenseten. Da jedoch durch derartige Bewegungshindernisse die Genauigkeit der Einstellung leidet, 10 zieht man jene D. vor, welche darauf beruhen, daß schwingende Magnetstäbe (Magnetnadeln) in sehr nahen Leitern Induktionsströme erregen, welche (nach dem Gesetze von Lenz) die entgegengesetzten Bewegungen hervorzurufen, mithin jene Bewegungen „aiso krer uchen, durch welche sie entstanden sind, also hier die Schwingungen der Magnetnadel. Die gewöhnlichse Form der D. ist (wie beistehende Figur zeigt) die eines geschlossenen Kupferbügels, den Magnetstab inneroaalb jenes Kupferbüj 190 oder frei schwingen läßt, kommt derselbe sehr bald oder viel später zur Ruhe; im ersten Falle treten jene hemmenden Aus duktionsströme auf, im zweiten Falle nicht. Aus je besser leitendem Metall und je massiger die D. angefertigt werden, desto leichter hemmen sie die magnetischen Schwingungen; auch ist hierbei die Form der D. von Einfluß; im allgemeinen stellen sie ein dickwandiges, kupfernes Gehäuse vor, an welchem bei den «regulierbaken D.y Metallmassen dem tehen zasse sich nähern und auch davon zurückschieben lassen. Nur bei starken Magneten ist eine kräftige Dämpfung möglich. Dämp 2· in Verbindung mit Astasierung (s. Astatische Na del) kann bewirken, daß der Magnetstab aperiodisch, d. i. geradezu, ohne Schwingungen, seine neue Gleichgewichtslage annimmt, worauf sogleich die Beobachtung sicher und genau erfolgen kann. Starke Dämpfung allein kann wohl auch dem Magnetstabe die aperiodische Bewegung ermöglichen, aber das Instrument ist dann wenig empfindlich. mit Aln machen schwache Dämpfung verbunden mit Astasierung den Apparat sehr empfindlich.