FeedDarab oder Derabgherd
ErdkundeBrockhaus 1882

Darab oder Derabgherd, bergumschlossener Ort in der pers. Provinz Farsistan, etwa 200 km im SO. von Schiras, am obern Sewohn im SO. des großen Sees Bachtegan. Die Bewohner etwa 400, worunter 100 Juden, gewinnen Obst, Baumwolle, Weizen, Gerste, besitzen große Dattelgärten und fertigen grobe Webereien. Chemals stand hier ein Feuertempel. Nahe liegt das in den Fels gehauene Karawanserai Dub, 11 m hoch und 22 m lang; etwa 5 km davon stellt ein in den Fels gehauenes Relief den Sieg des Königs Schahpur aus der ne ue Dynastie der Sassaniden über den röm. Kaiser Valerius (260) dar. Hammer hält D. für das alte Pasargadae, welches Kiepert aber in dem etwas westlicher gelegenen Fäsa erkennen will.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 875Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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