Däzel (Georg Anton), Forstmann, geb. 5. Febr. 1752 zu Fürth, wurde nach vollendeten Universitätsstudien Lehrer der Philosophie und Mathematik an der kurfürstl. Pagerie in München, 1790 Lehrer der Forstwissenschaft an der neugegründeten Forstschule zu München, 1803 Direktor der Forstchule zu Weihenstephan und 1807 Professor der Ruachen. jaft in Landshut, später wieder in München. Er starb 5. April 1847 in Regensburg. D. war vorzugsweise Forstmathematiker und führte in Deutschland zuerst für Forstvermessungen die polygonometrische Methode ein. Von seinen Schriften sind zu nennen: «Praktische Anleitung zur Taxierung der Wälder» (Münch. 1786; 2. Aufl. 1788 unter dem Titel „Praktische Anleitung zur Forstwissenschaft o), 4Physiologie der Holzpflanzen und Forstbotanike und «Holzzucht, Forstpflege und Forstbenutzung» (Bd. 2 und 3 des «Lehrbuch für die pfalzbayr. Förster v, 1788 -90), Tabellen zur Bestimmung des Inhalts unbeschlagener Baumstämme nach Kubikfuß (Münch. 1791; 6. Aufl. 1860), über Forsttaxierung und Ausmittelung des jährlich nachhaltigen Ertrags (Münch. 1793), «Über die zweckmäßigste Methode, große Waldungen auszumessen, zu zeichnen und 5 berechnen o (Münch. 1799; 2. Aufl. 1819 von G. W. Neubauer), „Anleitung zur Forstwissenschaft » (2 Bde., Münch. 1802 u. 1803) u. s. w. Außer diesen forstlichen Arbeiten hat D. noch andere mathem., naturwissenschaftliche und nationalökonomische Schriften veröffentlicht. Daazio grande, Weiler und ehemalige Zollstätte im Bezirk Livinen des schweiz. Kantons Tessin, liegt 948 müber dem Meere, 4½ km nordwestlich von Faido auf dem rechten Ufer des Tieino an der Gotthardstraße und Bahn, da wo der Monte-Piottino oder Platifer das Livinenthal quer durchsetz- und in eine obere nordisch-alpine und eine untere Stufe mit südl. Vegetation teilt. Nach dem Orte wird auch die großartig wilde Schlucht, welche der Ticino unterhalb D. durch die Gneisfelsen des Piottino gebrochen hat, benannt. In zahlreichen Wasserfällen und Stromschnellen, mit einem Geälle von circa 200 meauf 3 Em Flußlänge, durchießt der Ticino die enge von kahlen, senkrechten sraße weich eingeschlossene Spalte. Die Gotthardtraße, welche teils in den Fels gesprengt, teils auf hohen Stützmauern ruhend, die Schlucht durchzieht, überschreitet dreimal auf hochgewölbten Brücken den schäumenden Fluß. Die Gotthardbahn überwindet den Engpaß vermittels der beiden Kehrtunnel von Freggio und Prato und sechs kleinerer Tunnel, mit einer Gesamtlänge von 4296 m.