De La Beche (Sir Henry Thomas), berühmter engl. Geolog, wurde 1796 zu London geboren, erhielt seine Erziehung in den königl. Militärkollegien zu Marlow und Sandhurst und trat dann in die Armee, nahm aber bald den Abschied, um sich ganz wissenschaftlichen Studien zu widmen. Eine Reise durch die Schweiz und Italien veranlaßte ihn zu Beobachtungen über die Temperatur des Genfersees, die er 1820 im edinburgher Philosophical Journabo veröffentlichte. In Verbindung mit Conybeare stellte er Untersuchungen über brit. Gesteine an und entdeckte die Überreste eines eidechsenartigen Tiers, dem er den Namen Plesiosaurus (I. d.) gab. Bald nachher besuchte er seine Güter in Jamaica und benutzte seinen dortigen Aufenthalt zu Bemerkungen über die geognost. Struktur der Insel, die er 1825 der londoner Geologischen Gesellschaft mitteilte. Hierauf erschienen seine«Geological noteso (Lond. 1830), (Sections and views of geological phenomenav (Lond. 1830) und das „Geological manual (Lond. 1831 u. öfter; deutsch von H. von Dechen, Berl. 1832), in welchem er die bis dahin erlangten Resultate der Wissenschaft in übersichtlicher Form zusammenfaßte. Die Arbeit, die er seit 1832 zu seiner Lebensaufgabe machte, war die geolog. Beschreibung Englands, die er teils auf eigene Kosten, teils auf die der Regierung ausführte, welche ihm den Titel eines Director of the Geological Survey und 1848 die Ritterwürde erteilte. Unter seiner Aufsicht wurde eine Reihe trefflicher geognost. Karten herausgegeben und das Museum der praktischen Geologie in London an-Scelt in dem er selbst Vorträge hielt. Von seinen chriften sind noch Researches in theoretical geologys (Lond. 1834) und besonders 4Geological observery (Lond. 1851) zu nennen, der als treffliches Handbuch die weiteste Verbreitung fand. D. starb 13. April 1855. (s. Laborde.