Delaborde (Henri François, Graf), franz. General, geb. zu Dijon 21. Dez. 1764, war der Sohn eines Bäckers, trat bei Ausbruch der Revolution in ein Infanterieregiment ein und war 1793 bereits Brigadegeneral. Bald darauf berief ihn Dugommier als Stabschef der Armee von Toulon. Im folgenden Jahre kämpfte D. in Spanien siegreich an der Bidassoa (25. Juli) und bei Misquiriz (16. Okt. 1794), eilte dann mit einer Division an den Rhein und besetzte den Breisgau, während Moreau in Bayern vorrückte. en Frieden von Lunéville übernahm D. die 13. Militär-Territorialdivision, ging 1807 nach Portugal und wurde dort Gouverneur der Hauptstadt. Im J. 1808 kehrte er nach Spanien zurück und wurde vom Kaiser in den Grafenstand erhoben; 1812 führte er unter Marschall Mortier eine Division. D. wurde von den Bourbons 1814 nach Napoleons Abdankung in seinem Range belassen und mit dem Befehl über die 10. Militärdivision betraut, schloß sich indessen 1815 dem von Elba zurückgekehrten Kaiser sogleich begeistert an, wurde von diesem zum franz. Pair ernannt und übernahm im W. den Oberbefehl über mehrere Divisionen. Sein Name wurde deshalb nach der zweiten Wiederherstellung des Königtums auf die Proskriptionsliste gesetzt, doch erklärte sich das im Sept. 1816 zu seiner Aburteilung berufene Kriegsgericht wegen eines formellen Versehens in der Rechtschreibung seines Namens für nicht zuständig, worauf seine Angelegenheit in Vergessenheit geraten zu sein scheint. D. lebte zurückgezogen und starb 3. Febr. 1830.