Delpino (Frederigo), ital. Botaniker, geb. 27. Dez. 1833 zu Chiavari in der Provinz Genua, studierte auf der Universität zu Genua Mathematik und Naturwissenschaft; nachdem er die Universität verlassen und zur Kräftigung seiner angegriffenen Gesundheit 1851 eine botan. Reise nach Konstantinopel und Odessa unternommen hatte, war er längere Zeit als Finanzbeamter thätig, trieb aber nebenbei eifrig Botanik und widmete sich hauptsächlich der Untersuchung über die wechselseitigen Beziehungen zwischen Tieren und den der Bestäubung dienenden Blüteneinrichtungen. Im J. 1871 wurde er Professor der Naturgeschichte an der Forstakademie zu Vallombrosa, 1873 begleitete er die Fregatte Garibaldi zu einer Erdumsegelung, brach aber die Reise schon in Rio de Janeiro ab und kehrte 1874 nach Italien zurück, wo er 1875 Professor der Botanik an der Universität zu Genua wurde. Von seinen Schriften sind zu nennen: »Sugli apparecchi della fecondazione nelle piante antocarpee (Flor. 1867) und Ulteriori osservazioni sulla dicogamia nel regno vegetale v.