FeedDenäar
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Denäar (Denarius) hieß in der röm. Republik eine anfangs nur in Silber ausgeprägte Münze. Dieselbe wurde zuerst 269 v. Chr. im Werte von 10 Assen ausgeprägt. Als durch die Lex Papiria das As verringert wurde, erhielt sie den Wert von 16 Assen, und erst Augustus stellte den alten Wert von 10 Assen wieder her. Die Wertbezeichnung wurde auf der Vorderseite neben dem Kopfe der Roma, Bellona oder Pallas durch Xoder XVI angedeutet. Als Silbermünze bestand der D. bis zur Zeit Konstantins d. Gr. Golddenare, im Werte von 10 Silberdenaren, wurden seit 207 v. Chr. Süderden und erhielten sich weit länger als die Silberdenare, bis in das späte Mittelalter. Von den Römern ging der D., wenigstens dem Namen nach, zu andern Völkern und in andere Länder über. In Frankreich und Deutschland findet er sich unter den Karolingern und bildete damals den 12. Teil eines Solidus. (S. Denier und Denaro.) Den röm. Golddenar nahmen von den Byzantinern die Araber an und nannten ihn Dinar (s. d.). Von den Arabern ging der Dinar 3 den meisten Völkern des Morgenlandes über. — D. ist ferner der Name eines Gewichts. Im alten Rom war der Denarius des Papirius oder der Republik der 84. Teil, der des Nero der 96. Teil des röm. Pfundes.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 48Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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