FeedDesbordes-Valmore
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Desbordes-Valmore (Marceline Felicité Josephe), franz. Schriftstellerin, geb. zu Douai 20. Juni 1786, war die Tochter eines Wappenmalers, welchen die Revolution um sein Vermögen brachte. Sie war erst Schauspielerin, mußte aber wegen eines Nervenleidens der Bühne entsagen. Im J. 1818 gab sie ihre ersten Gedichte heraus: KElégies et romances o, worin man den unbefangenen Ausdruck ihres Liebens und Leidens bewunderte. In der Idylle, in der Romanze, in der Erzählung, in der Jabel hat sie sich versucht; ihre Idyllen sind schwach, aber ihre Elegien zeichnen sich durch Anmut und einen melancholischen Zug aus; ihre Erzählungen und Fabeln haben eine anziehende Naivetät, ihre Romanzen, von den besten Komponisten der Zeit, Garat, Paêr und besonders Pauline Duchambge, in Musik gesetzt, wurden sehr beliebt. Indessen blieb sie immer in dürftigen Verhältnissen, bis der Herzog von Montmorency G6h seiner Ernennung zum Akademiker ihr sein Gehalt abtrat. n J. 1817 heiratete sie den Schauspieler Francois rosper Lanchantin, genannt Valmore. Sie starb 23. Juli 1859. Von ihren Dichtungen sind hervorzuheben: Elégies et poësies nouvelleso (182%), „Bouquets et prières o (1843) u. s. w. Sie hat auch Romane geschrieben: XLL'atelier d'un peintren, „Une raillerie de I'amouro, (Le salon de Lady Bettyp, Violettes nouvelleso u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 77Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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