FeedDejazet (Pauline Virginie)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Dejazet (Pauline Virginie), berühmte franz. n as tandi geb. 30. Aug. 1798 zu Paris, spielte schon als fünfjähriges Kind die Fanchon nauum Boulevardtheater und erwarb ihren ersten Ruf am Gymnase in der Rolle Bonapartes als Schüler zu Brienne. Vom Gymnase ging sie 1844 zum Palais-Royal über, wo sie 12 Jahre blieb und in einer Reihe von Vaudevillen außerordentlichen Beifall erntete. Im 1859 erhielt sie vom Staatsminister Fould das Privilegium des Boulevardtheaters Les Folies Nouvelles, das nun ihren Namen führte und wo sie noch 1865 in Sardous ersten Stücken lebhaft applaudiert wurde. Nach langem Schweigen erschien sie wieder 1873 in einer für sie veranstalteten Benefizvorstellung, aber ihre dramatische Kraft war eschwunden. Sie spielte noch im Dez. 1874 und Jan. 1875 im Vaudeville, ja sogar noch im Okt. 1875 bei einer Benefizvorstellung. Sie starb 1. Dez. 1875 zu Paris. In ihrer guten Zeit war sie in Bezug auf Deklamation, Ausdruck und Darstellung mustergültig. Man schrieb eigene Vaudevilles, in denen sie die Glanzrollen spielte, und die eine besondere, nach ihr benannte Gattung ausmachen. Vorzüglich gelangen ihr die Hosenrolleno, worin sie die ganze Lebhaftigkeit ihrer Bewegungen und ihr jugendlich-mutwilliges Temperament entwickeln konnte. ehm oriinelle, nicht kunstgerechte, doch sehr einnehmende Art, die Couplets vorzutragen, trug viel zu dem Beifall bei, der ihr stets zuteil wurde. Vgl. Lecomte, „Virginie D., étude biographiquen (Par. 1866).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 3Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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