Detrekö (d. i. «Dietrichsteinv), mehrere Ortschaften im Preßburger und Neutraer Komitat Ungarns. Am bekanntesten ist die Burg Detrekö⸗ (deutsch Blasenstein, Plasenstein), eine malerische Ruine oberhalb des Dorfes Detrekö-Väralja (d. i. Unter der Burg Dietrichstein). Die alte Burg wurde auf einer steilen Höhe im 16. Jahrh. von den Fuggern erbaut; diese verkauften sie an Ferdinand J., der sie dem Meinhard Balassa verlieh. Später erwarb dieselbe vom Fiskus der Palatin Graf Paul Pälffy und jetzt gehört sie mit dem darunter befindlichen n Schlosse, Wildpark und Herrschaft der fürstl. Pälffyschen Familie. Unter dem malerischen Schloßberge befindet sich eine sehenswerte Tropfsteinhöhle; östlich davon, in dem rauhen Seitenthale von D.⸗Szent-Miklos liegt eine nicht minder merkwürdige Knochenhöhle. Sie hat ihren Eingang hoch an der Thalwand; ihr gegenüber ist in der entgegengesetzten Bergwand eine dritte Höhle. — Auch Dittersdorf (s. d.) führt im Ungarischen den Namen „Detrekö v. ö detrektieren (lat.), verkleinern, schmälern, beeinträchtigen; Detrektation, Verkleinerung, Schmälerung, Beeinträchtigung. ö