FeedDetrekö (d. i. «Dietrichsteinv)
ErdkundeBrockhaus 1882

Detrekö (d. i. «Dietrichsteinv), mehrere Ortschaften im Preßburger und Neutraer Komitat Ungarns. Am bekanntesten ist die Burg Detrekö⸗ (deutsch Blasenstein, Plasenstein), eine malerische Ruine oberhalb des Dorfes Detrekö-Väralja (d. i. Unter der Burg Dietrichstein). Die alte Burg wurde auf einer steilen Höhe im 16. Jahrh. von den Fuggern erbaut; diese verkauften sie an Ferdinand J., der sie dem Meinhard Balassa verlieh. Später erwarb dieselbe vom Fiskus der Palatin Graf Paul Pälffy und jetzt gehört sie mit dem darunter befindlichen n Schlosse, Wildpark und Herrschaft der fürstl. Pälffyschen Familie. Unter dem malerischen Schloßberge befindet sich eine sehenswerte Tropfsteinhöhle; östlich davon, in dem rauhen Seitenthale von D.⸗Szent-Miklos liegt eine nicht minder merkwürdige Knochenhöhle. Sie hat ihren Eingang hoch an der Thalwand; ihr gegenüber ist in der entgegengesetzten Bergwand eine dritte Höhle. — Auch Dittersdorf (s. d.) führt im Ungarischen den Namen „Detrekö v. ö detrektieren (lat.), verkleinern, schmälern, beeinträchtigen; Detrektation, Verkleinerung, Schmälerung, Beeinträchtigung. ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 102Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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