Deves (Pierre Paul), franz. Staatsmann, geb. zu Aurillac im Depart. Cantal 3. Nov. 1837, studierte die Rechte und ließ sich in Beziers, im Depart. Hérault, als Advokat nieder. Bei den Generalwahlen von 1876, 1877 und 1881 wurde er von dem zweiten Bezirk des Arrondissements Beziers in die Deputiertenkammer gewählt; er gehörte zu der republikanischen Linken und war eine Zeit lang Präsident dieser parlamentarischen Gruppe. Am 14. Nov. 1881 trat er als Minister des Ackerbaues in das Ministerium Gambetta, dessen Rücktritt auch den seinigen zur Folge hatte; inzwischen hatte er dem Beziersschen Wahlkreis entsagt und von dem Arrondissement Bagneres de Bigorre ein Mandat für die Deputiertenkammer angenommen. In dem am 7. Aug. 1882 gebildeten Ministerium Duclere wurde er Justizminister und Siegelbewahrer, trat zwar infolge der Ministerkrisis, welche nach dem Tode Gambettas durch das am 15. Jan. 1883 vom Prinzen Napoleon erlassene Manifest veranlaßt wurde, mit dem ganzen Kabinett 28. Jan. zurück, übernahm jedoch 29. Jan. in dem neugebildeten Kabinett Fallieres sein Portefeuille wieder.