Diel (Aug. Friedr. Adrian), einer der verdienstvollsten 5. 4. Keb der Obstbaumzucht in Deutschland, geb. 4. Febr. 1756 zu Gladenbach in Oberhessen, widmete sich zu Gießen und Straßburg mediz. Studien und ward 1782 Amtsphysikus zu Gladenbach. Im J. 1790 vertauschte er diese Stellung mit der eines Physikus zu Dietz und Brunnenarztes zu Ems, welche er 1830 niederlegte. Zum nassauischen Geheimrat ernannt, starb er 21. April 1839. D. hat mehrere mediz. und balneologische Schriften (über Bad Ems) veröffentlicht. Sein Hauptverdienst besteht in seinen pomologischen Werken, die meistenteils auch für die Gegenwart noch ihren großen Wert behaupten. Dahin gehören: der Versuch einer systematischen Beschreibung der in Deutschland gewöhnlichen Kernobstsorten (21 Bdchn., Frankf. 1799—1819), die „Systematische Beschreibung der in Deutschland vorhandenen Kernobstsorten „ (6 Bde., Stuttg. u. Tüb. 1821— 32) und das „Systematische Verzeichnis der vorzüglichsten, in Deutschland vorhandenen Obstsorten (Frankf. 1818; Fortsetzung 1 u. 2, Lpz. 1829—33). Die von ihm aufgestellte Klassifikation der Obstsorten hat allgemeine Annahme gefunden. Mit Recht hat man D. den Demn allar chen Linns genannt.