Diervilla Tourn., zu Ehren des franz. Wundarztes und Pflanzensammlers Dierville benannte, zur Familie der Geißblattgehölze (Caprifoliaceae gehörige Gattung. Die ihr nahe verwandte Gattung Weigela wird oft und mit 2ube mit ihr vereinigt, denn die Unterschiedezwischen beiden bestehen nur darin, daß bei D. zahlreiche einfache Stengel aus der Wurzel kommen und die in einer hautartigen Kapsel geborgenen Samen kein Anhängsel haben, während Weigela einen verästelten Stamm, etwas lederartige Kapseln und Samen mit häutigen Anhängseln besitzt. Während die Diervillen aus Nordamerika stammen, sind die Weigelen in Asien einheimisch, vorzugsweise in Japan und China. Alle aber sind Blütensträucher ersten Ranges. Sie haben längliche oder elliptische, gesägte Blätter, eine trichterförmige, drei⸗ bis fünfspaltige, meistens etwas unregelmäßige Blumenkrone, fünf Staubgefäße, eine aeten oder schildförmige Narbe und eine zweifächerige Kapsel, in jedem Fache mit zwei Reihen von Samenknospen. Die Blumen sind Blütenständen vereinigt. D. canadensis wird nur 30 em hoch und trägt ihre goldgelben Blumen in den Blattachseln. 5. rosea Lindl. erreicht eine Höhe von 1,30—2 m und besitzt rosenrote, bei ziemlich zahlreichen Gartenformen weiße, dunkelrote, rosa-karminrote, blutrote weißgestreifte Blumen. dIr ähnlich ist D. amabilis Carr., doch sind die Blumen etwas kleiner, stehen zu dreien auf einem Stiele in den Blattachseln und ½ oft im Herbst zum zweiten mal. D. floribunda Sieb. et Eucc. trägt an zahlreichen kurzen Ästchen je fanf bis sechs hängende dunkelrote Blumen. Sie blühen im Mai und Juni bis Juli und verlangen kräftigen Boden und sonnigen Standort. Am besten entwickeln sie 10 frei auf dem Gartenrasen. Man vermehrt sie dur Ableger, Weichholzstecklinge und Aussaat.