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PflanzenreichBrockhaus 1882

Dinkel oder Spelze heißen diejenigen Weizenarten, bei welchen die Hülse oder Spelze (nach dem „Entkörnen die Spreu) des Korns sich in der Reife ovon diesem nicht löst und die Ahrchen getrennt an der Halmspindel stehen. Man baut davon drei 1Gattungen an: 1) Den eigentlichen D. oder Spelz, Triticum spelta, das charakteristische Brot— (getreide der Schwaben und Alamannen, s onst wenig verbreitet; er liefert ein gelbliches Feinmehl, das rüdemjenigen des Weizens nachsteht, seine Boden⸗ —ansprüche sind geringer als die des letztern. 2) Den Emmer, Triticum amyleum, dessen Körner in eItalien, der Schweiz, in Schwaben, in der Pfalz, vorzugsweise zu Gries oder Graupen verarbeitet werden; er wird nur gelegentlich angebaut. 3) Das Einkorn, Triticum monococcum, das in jedem Ahrchen nur ein einziges Korn trägt, für rauhe Gebirgsgegenden (Schwarzwald, H. West-r frankreich) geeignet, mit hartem Stroh, schlechtes [e Mehl liefernd, daher ebenfalls vorzugsweise zu Sup-e engraupen verwendet. Das Gewinnen der Körner der Dinkelarten aus den Spelzen geschieht auf der l Mühle und heißt Schälen oder Gerben. Wo der Weizen gerät, lohnt der Anbau des D. nicht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 364Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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