Dinosaurier, der Name einer Gruppe fossiler 85 Wean deren Reste hauptsächlich in der Iweide und Wealdenformation vorkommen und teilweise auf Tiere von riesiger Größe (bis zu 10m Länge) und plumpen Formen hindeuten. Die Tiere waren augenscheinlich Landtiere mit dicken, plumpen Füßen, deren Zehen mit großen Sichelkrallen bewaffnet waren und deren Röhrenknochen sehr dick, kurz und mit großen Markröhren versehen waren. Das Heiligbein war ähnlich wie bei den Vögeln, aus fünf verwachsenen Wirbeln gebildet; die Zähne unvollkommen eingekeilt und entweder kig, scharf, also auf GlusPder 9 hindeutend Megalosaurus, Dacosaurus), oder breit, spatelförmig mit faltigen Kronen, ähnlich wie beim Leuan, der von Pflanzennahrung lebt (Iguanodon). rotz der plumpen Formen der wöhnlt D. zeigen sich doch in der Bildung der gewöhnlich längern und stärkern Hinterfüße, des Beckens und Schultergürtels, sowie der Wirbelsäule viele Annäherungen an die Vögel. Die Vorderfüße sind stets weit kleiner als die Hinterfüße. Bei einer kleinen, der Gruppe angehörigen Gattung, die in den lithographischen Schiefern von Solnhofen gefunden wurde (Compsognathus), erreicht sogar das Mißverhältnis zwischen Vorder⸗ und Hinterbeinen einen ebenso hohen Grad wie beim Känguru, sodaß also Compsognathus jedenfalls eine springende Eidechse war. In neuerer Zeit sind namentlich in Nordamerika zahlreiche Reste von zum Teil gigantischen D. gefunden und nachgewiesen worden, daß wohl alle diese Tiere meistens nur auf den Hinterbeinen sich bewegten, die kurzen Vorderbeine aber frei trugen und nur von Zeit zu Zeit auf den Boden setzten. Die Fährten, welche man in großer Menge im bunten Sandsteine von Connecticut gefunden und Vögeln zugeschrieben hatte (Ornithichnites) sind jetzt als diesen Reptilien zugehörig anerkannt worden. Die großen plumpen Arten konnten nicht springen, sondern bewegten sich schrittweise. Der größten atlantischen Art (Titanosaurus, Atlantosaurus) wird eine Höhe von 10 m zugeschrieben.