Dionysins, mit dem Beinamen der Große Bischof von Alexandria, der bedeutendste Schüler des Origenes, folgte dem Heraklas 232 als Vorsteher der Katechetenschule und 246 oder 247 auf dem Bi schofsstuhle und starb 264 oder 265. Unter der Kaisern Decius (250) und Valerianus (257) verbannt, blieb er auch in seinem Exil, welches das zweite mal drei Jahre lang dauerte, in stetem Ver⸗ —0 mit seiner auch mehrmals durch Aufruhr, Blutvergießen, Pest und Hungersnot hart bedrängten Gemeinde. An den kirchlichen Streitigkeiten seiner Zeit, über das novatianische Schisma, über die Ketzertaufe, über den Chiliasmus, über die Irrlehren der Sabellianer und des Paul von Samosata, nahm er einen hervorragenden Anteil. Seine eigene Lehre, die er im 3n Nom z gegen die Sabellianer in vier an D. von Rom gerichteten Briefen entwickelt, erregte durch die Bezeichnung Christi als eines 4Geschöpfes Anstoß, den er jedoch später zu mildern suchte. Auch als Exeget und Kritiker hat er sich einen Namen gemacht; die Apokalypse sprach er dem Apostel Johannes mit Gründen ab, welche jedenfalls feines Sprachgefühl und ein freimütiges rteil bekundeten. Von seinen zahlreichen Schriften sind nur Fragmente auf uns gekommen (gesammelt bei Routh, Reliquiae sacraen, Bd. 1 u. 4, Orford 1814, und bei Mai, Auctores classiciv, Bd. 10, Rom 1838). Vgl. Dittrich, D. der Große Freiburg 1867); Morize, Denis d'Alexandrien (1881).