Dittenberger (Theophor Wilh.), prot. Theolog, geb. 30. April 1807 zu Theningen im Breisgau, studierte in Heidelberg und Halle Theologie, ward 1831 in Baden Pfarrer, 1832 Privatdocent zu Heidelberg. Als Frucht einer Reise, auf welcher er fast alle Universitäten Deutschlands und Dänemarks besucht hatte, erschien von D. eine Schrift über «Predigerseminarey (Heidelb. 1834), wodurch die Gründung des Predigerseminars zu Heidelberg veranlaßt wurde. D. ward 1836 außerord. Professor, Universitätsprediger und Stadtpfarrer, später auch ord. Professor. Mit Marheineke zusammen gab er die Vorlesungen seines Schwiegervaters Daub heraus, mit Zittel und andern Führern des bad. Liberalismus begründete er die Zeitschrift für deutsch-prot. Kirchenverfassungo. Im J. 1852 siedelte D. als Oberpfarrer nach Weimar über und wurde zugleich als Kirchenrat an die Spitze der weimarischen Landeskirche berufen. In dieser Stellung hat er bis zu seinem Tode, 1. Mai 1871, segensreich gewirkt.