Dobiaschoffsky (Franz), Historienmaler, geb. in Wien 1818, war an der Akademie daselbst Schüler von Führich und Kupelwieser, und wurde später durch eine ital. Reise gefördert. Seine Rich-⸗ tung blieb in kirchlichen Werken, deren er viele herteate jener seiner beiden Meister ziemlich treu, dagegen huldigt er in seinen histor. und Genrebildern mehr der Romantik. Seine Auffassung ist sehr poetisch, weich und freundlich. Aus Italien brachte er zahlreiche Motive aus dem Volksleben, welche er in stimmungsvollen Gemälden verwertete. Hierher gehört der Römische Hirtenknabe u. s. w. Im J. 1850 malte er die Errettung der Cymburgis aus den Klauen eines Bären durch Johann den Eisernen (kaiserl. Gemäldegalerie in Wien), das Liebespaar im Garten (daselbst), Traum der Nonne. Große monumentale Malereien entwarf D. in der neulerchenfelder Kirche und in der Elisabethkirche zu Wien, hier das Rosenwunder. Er starb 7. Dez. 1867 in Wien.