FeedIttenbach (Franz)
GeschichteBrockhaus 1882

Ittenbach (Franz), Historienmaler, 18. April 1813 in Königswinter geboren, gehört zu den An-Duneide der aligiosvomantischen Richtung der üsseldorfer Schule, wo er unter Schadow seit 1832 lernte. Er bereiste mit demselben auch 1839 Italien, kehrte nach zwei Jahren nach Deutschland urück und wählte hier zuerst München, dann aber Düsseldorf zum Aufenthalt. Zunächst fand er Gelegenheit, bei der monumentalen Auszierung der Apollinariskirche zu Remagen a. Rhein sich mit Deger u. a. zu beteiligen (1844), wo namentlich die Gestalt des Kirchenpatrons und St. Peters von ihm herrühren. Andere Wandgemälde entwarf er 1864 für die St. Quirinskirche in Neuß. Zahlreich sind seine Altargemälde. Die berliner Nationalgalerie hat von F. ein Historienbild, die heil. Familie auf der Flucht nach Ablichen 1868. Der Stil J.s ist fern von der üblichen Strenge des eigentlichen Nazarenismus, zeichnet sich vielmehr durch große Lieblichkeit aus, die allerdings etwas monoton wirkt. Auch als Porträtmaler hat er Tüchtiges geleistet. J. starb als Professor der Alademie in Düsseldorf 1. Dez. 1879.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 754Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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