Döczi (spr. Dohzi), früher Dux (Ludw. von), ungar.⸗deutscher Publizist und Dichter, wurde im Nov. 1845 zu Odenburg geboren, absolvierte das Gymnasium in Odenburg, die jurist. Studien in Wien und Budapest, worauf er sich, zuerst in Wien, dann in Budapest, ganz der Journalistik widmete. Seine ungar. und deutschen publizistischen Arbeiten lenkten die Aufmerksamkeit der Regierung auf D., er wurde 1868 Beamter im ungar. Ministerium des Innern, später im österr.⸗ ungar. Ministerium des Auswärtigen, wo er als Hof⸗ und Ministerialrat wirkt. Auch erhielt er den ungar. Adel. D. schrieb außer seinen publizistischen Arbeiten 1868 eine Tragödie Utolso protétap ( Der letzte Propheto), ein Lustspiel Caoky (Der Kußo), mit dem er 1871 den großen Preis der Akademie gewann und das auf ungar. und deutschen Bühnen (in seiner eigenen Bearbeitung) Gedich Erfolg hatte, und zerstreute Novellen und edichte. Auch übersetzte er vorzüglich den ersten Teil von Goethes 2— (1872; neue Aufl. 1878), Schaufferts Lusispiel Schach dem Königy und br reiche ungar. Gedichte, besonders auch szekler Voltsballaden. D. ist ein frisches Benabeng Talent, von hervorragender lyrischer Begabung und der poetischen Sprache im Ungarischen wie Deutschen gleich mächtig.