FeedDollond (John)
TechnikBrockhaus 1882

Dollond (John), ausgezeichneter Optiker, Erfinder der achromatischen Fernrohre, geb. 10. Juni 1706 zu London, von franz. Herkunft, verlor jung seinen Vater und war dadurch genötigt, ein Gewerbe zu ergreifen, wiewohl seine Neigung ihn von früher Jugend an zu mathem. Studien hintrieb. Des Tags an den Webstuhl gefesselt, beschäftigte er sich bei Nacht, indem er sich die Stunden des Schlafs verkürzte, mit seiner Lieblingswissenschaft, namentlich mit Optik und Astronomie. Sein ältester Sohn, Peter D., teilte die wissenschaftlichen Neigungen seines Vaters und begründete ein optisches Institut. Letzterer verband sich 1752 mit ihm und wendete von da an seinen ganzen Fleiß auf die Verbesserung der dioptrischen Fernrohre, wobei er von den ausgezeichnetsten Mathematikern und Physikern seiner Zeit aufgemuntert wurde. Nach einer Reihe umsichtig angeordneter Versuche in den J. 1757 und 1758, zu denen ihn die Untersuchungen von Klingenstierna veranlaßten, entdeckte er die ungleiche Zerstreuung der farbigen Lichtstrahlen in verschiedenen brechenden Mitteln und folgerte daraus die Möglichkeit, dioptrische Fernrohre zu verfertigen, welche Bilder ohne die so störenden farbigen Ränder zeigten, wofür er von der königl. Societät zu London die Copleysche Medaille erhielt. Auch gelang es ihm, aus Flint- und Crownglas zusammengesetzte Objektivgläser zu verfertigen, die den beabsichtigten Zweck erreichten, die ungleiche Brechbarkeit der Lichtstrahlen korrigierten und deshalb mit dem noch jetzt üblichen Namen achromatisch (s. d.) bezeichnet wurden. Kurz vorher zum Mitglied der königl. Societät ernannt, starb D. 30. Nov. 1761. — Sein schon erwähnter Sohn, Peter D., geb. 24. Febr. 1731, der mit seinem jüngern Bruder John (gest. 6. Nov. 1804) das optische Institut fortführte und die von dem Vater betretene Bahn weiter verfolgte, ist Verfasser des Aecount of the discovery of refracting telescopeso (Lond. 1789). Er starb zu Kensington 2. Juli 1820. — George D., Neffe des vorigen, geb. 25. Jan. 1774, gest. 13. Mai 1852, machte sich gleichfalls als Optiker sowie als Verfertiger von vortrefflichen Chronometern bekannt und hat zahlreiche Beiträge zu den Philosophical Transactionso und den «Memoirso der londoner Astronomischen Gesellschaft geliefert. Bagdsche (causgefüllter Garteno), der Unmittelbar am europ. Ufer des Bosporus, aber außerhalb des eigentlichen Konstantinopel gelegene Palast des Sultans, zwischen den von Türken bewohnten Vorstädten Fyndikly und Beschik-Tasch. Unter der Regierung des Sultans Abd-ul-Medschid um 1850 begonnen, wurde er bereits im November 1855 vollendet und durch den Monarchen bezogen, »r auch hier 25. Juni 1861 starb. D. war auch auptresidenzschloß seines Nachfolgers, des Sultans u 4870 v der hier in der Nacht vom 29. zum 30.. tai 1876 des Thrones entsetzt wurde, und Muds V., wogegen Abd-ul-Hamid II. im Ildis-Kiosk ö sidiert. Die Hauptfagade des nach den Plänen gop Bei Ballians, eines armen. Baumeisters und ofarchitekten des Sultans Abd-ul-Medschid, auseführten Palastes ist der Meerenge zugewendet ud gewährt den Blick auf den Eingang des Bosorus wie auf Skutari, die Serailspite und das Rarmarameer mit den längere Zeit des Jahres om Schnee bedeckten Gipfeln des Olymp von Bihynien im Hintergrunde. Vor 1850 befand sich hier in seinen Ursprung auf die Regierungszeit des Sulins Selim III. rückdatierender palastartiger Holzau. Die Kuppel der gleichzeitig neu erbauten, im (lignement des heutigen Palais auf dem äußersten echten Flügel desselben Baunhun und von jenem urch einen freien, mit Bäumen bepflanzten Uferlatz getrennten Dschami (Hauptmoschee) hat, weil zangelhaft fundamentiert, bereits um 1860 einen

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 442Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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