Donaukreis, der südöstliche Kreis des Königreichs Württemberg, der größte, aber am schwächsten bevölkerte der vier aufde 6264,½7 qkm groß mit (1880) 467 835E. (75 auf den Quadratkilometer). Ziemlich in der Mitte durchfließt ihn die Donau: er begreift den größten Teil der Alp und des sog. Oberschwaben in sich. Hauptsächlich ist der Boden Ackerland, aber auch der Waldreichtum ist nicht unbedeutend. In der Gegend des Bodensees und im NW. (Oberamt Kirchheim) findet Weinbau statt; auch ausgedehnte Torflager sind vorhanden. Zusammengesetzt ist der D. aus sehr verschiedenen Bestandteilen, namentlich altwürttemb. Landschaften, dann zahlreichen begüterten Standesherrschaften, wie die des Fürsten von Fürstenberg, des Fürsten von Thurn und Taxis, der Fürsten von Waldburg, des Fürsten Windischgrätz und mehrerer Grafen; ferner die von Standesherren und ritterschaftlichen Familien; endlich die ehemaligen Reichsstädte mit ihren Gebieten: Ulm, Biberach, Buchhorn, Leutkirch, Ravensburg, Wangen, Buchau, Isny; die ehemaligen Abteien und Klöster Zwiefalten, Heiligkreuzthal, Wiblingen, Söflingen, Ochsenhausen, Weingarten mit Hofen, Schussenried, Weißenau, Kommende Altshausen, und die vorderösterr. und ehemals bayr. Besitzungen. Der Kreis hat 16 Oberamtsbezirke; Hauptstadt ist Ulm.